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Frühzeitig ans Alter Denken

Logo_ivd150.jpgWer in der Planungsphase des Hauses bereits an Alter denkt, spart später Geld für eventuell notwendige Umbauten
  
Es macht Sinn, bereits in der Planungsphase des Hausbaus ans Alter zu denken. Denn wer frühzeitig auf bauliche Besonderheiten beachtet, spart später Geld für Umbaumaßnahmen und kann problemlos in seinen vier Wänden alt werden. Darauf weist der Immobilienverband Deutschland (IVD), Region West hin, der Zusammenschluss der Verbände RDM und VDM.
Zudem gilt: Von einem altersgerechten Grundriss profitieren letztendlich auch andere Generationen: Wenn die Haustür beispielsweise ohne Schwelle und Treppe versehen ist, dann kommen auch Eltern mit Kinderwagen sowie Kleinkinder mit Rutscherautos (Bobbycars) besser durch. Gleiches gilt, wenn etwas breitere Türen eingebaut werden, durch die problemlos gleichermaßen Rollstühle, Krankenbetten und Kinderwagen passen.

Aber nicht nur die Türen selbst sollten großzügiger als üblich bemessen sein, auch der Platz davor sollte etwas größer sein, damit man sich gut bewegen kann, wenn man auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen ist. Ferner sollte beim Hausbau auch darauf geachtet werden, dass das Wohnzimmer im Erdgeschoss bei Bedarf leicht zu einem Schlafraum umgestaltet werden kann. Außerdem sollte das Erdgeschoss ebenerdig sein. Denn nicht selten werden beispielsweise Ess- und Wohnbereich optisch getrennt, indem einer von beiden Räumen etwas tiefer liegt und über ein oder zwei Treppenstufen mit dem anderen verbunden ist.


Ebenerdige Duschwanne
Im Bad sollte man überlegen, die Duschwanne so einzubauen, dass sie mit dem Boden abschließt und man nicht einsteigen muss. Alternativ sind auch Duschen sinnvoll, die ebenerdig und offen im Bad eingebaut und nur mit einer Trennwand oder einem Vorhang abgetrennt sind. In Bad, Flur, Küche und auf den Treppenstufen sollten rutschfeste Fliesen verklebt werden.

Wer in seiner Bewegung eingeschränkt ist, kann Schiebetüren einfacher bedienen als Schwingtüren. Betten mit einer Höhe von etwa 60 Zentimetern machen das Aufstehen sowie das Bettenmanchen einfacher – egal wie alt man ist.


Altersgerecht und zugleich allgemein rückenschonend sind hoch eingebaute Elektrogeräte in der Küche. Dabei wird der Herd viel häufiger auf Sichthöhe eingebaut als beispielsweise die Geschirrspülmaschine: Dabei würde es unter Umständen mehr Sinn machen, Spülmaschine und Kühlschrank höher einzubauen, weil man an diese Geräte in der Regel viel häufiger muss als an den Backofen. Praktisch ist es, wenn die Arbeitsplatte keine Unterschränke hat, so dass man sich an sie setzen kann beziehungsweise Rollstuhlfahrer an ihr unterfahren können.

Lichtschalter und Steckdosen sollten nicht zu hoch angebracht werden, so dass sie auch im Sitzen problemlos erreichbar sind. Wenn die Grundfläche der Küche groß genug ist, sollte man überlegen, auf Hochschränke zu verzichten. Denn wer in seiner Mobilität gehandikapt ist, hat Probleme in die Schränke zu greifen. Es gibt zwar auch absenkbare Oberschränke, die sind allerdings sehr teurer. Ergonomischer sind stattdessen Schränke und Regale, die auf Sichthöhe eingebaut sind, so etwa hinter der Arbeitsplatte oder direkt darüber.
Quelle: www.ivd.net